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Heute im Spotlight haben wir Stefan Fröschl interviewed. Er erzählt uns, wie sein Traum Wirklichkeit geworden ist und gibt uns eine andere Vison seiner Arbeit, weit von einem unerbittlichen Bild.

 

Hi Stefan, erzähl uns: Warum hast du dich entschieden, Model zu werden? Ist es immer dein Traum gewesen?

 

Hi, ich denke ich spreche hier im Namen vieler „Jungs“ wenn ich behaupte, jeder hatte in seiner Teenagerphase irgendwann mal mit dem Gedanken gespielt wie es sich als Männermodel so machen würde. Neben den ganzen hübschen weiblichen Stars, einmal für Calvin Klein oder den ganzen anderen großen Marken vor der Kamera zu stehen und unabhängig und frei durch die Welt zu Reisen.  Und so war es auch bei mir 🙂 . Entschieden Model zu werden, habe ich mich allerdings nicht direkt, ich wurde eines Tages in der Münchner U-Bahn von einem Agenten angesprochen und so bin ich da dann rein geraten (lach).  Anfangs war es eine komplett neue Welt für mich, doch schon nach kurzer Zeit hat es mir sehr viel Spaß gemacht und ein kleiner „Traum“ ist somit definitiv wahr geworden.

Du bist nicht nur ein Fashion Model, sondern auch ein Commercial Model. Wie kannst du deine Jobs in beiden Bereichen unterscheiden? Was gefällt dir am besten?

 

Die Fashion Industry unterscheidet immer noch stark in diese zwei “Modeltypen” das ist richtig. Doch auch hier ist meiner Meinung nach ein Trend zu beobachten. Viele Commercial Kunden buchen nicht mehr nur noch die perfekt symmetrischen Gesichter oder den typischen „Ken“, sondern auch unverwechselbare Typen mit hohem Wiedererkennungswert. Vor allem in einer Welt der Reizüberflutung durch das Internet, wird dies für die Kunden wieder wichtig. Ich persönlich bin froh, dass ich nicht direkt einem Genre zugeordnet werde, da so einfach mehr Kunden angesprochen werden können. Dennoch ist der Bereich „Fashion“ einfach der Inbegriff des Modelns für mich und offenbart so unzählig viele interessante Möglichkeiten, auf eine künstlerische Art, weshalb ich gerne „Fashion jobs“ mache bei denen ich mal kurz in eine andere Welt tauchen kann. Es gibt sehr viele tolle Fashionfotografen, wo jedes Shooting irgendwo ein Kunstwerk darstellt, diese Einzigartigkeit ist es glaube ich, die mir an Fashion Modeling besonders gut gefällt.

Was machst du an einem ganz gewöhnlichen Tag? Wie sieht der so aus?

 

Der Tag beginnt bei mir immer mit einem Müsli und Joghurt und natürlich einem Kaffee, ohne den geht gar nix! 🙂 Nach einem kurzen News check, bin ich dann bereit für die Pflicht… Castings, Jobs etc. Aktuell bin ich auch noch mit meinem MBA-Studium ganz schön eingebunden. Nicht nur weil es als Model dazu gehört seinen Körper in shape zu halten, sondern auch weil es für mich ein lebensnotwendiger Ausgleich ist, versuche ich jeden Tag etwas Sport zu treiben. Wenn die Zeit mal nicht fürs Fitnesscenter reicht, dann improvisiere ich mit ein paar Übungen. Wenn ich berufsbedingt mal wieder im Ausland bin, steht meist die Erkundung von Land und Leuten an 🙂 Die restliche Zeit widme ich meiner Familie und meinen Freunden, die mir sehr wichtig sind.

Oft sagt man, dass es zwischen den Models viel Wettbewerb gibt. Was ist deine Erfahrung darüber? Ist die Modelwelt ähnlich wie ein Dschungel, wo man kämpfen muss, um zu überleben?

 

Das ist eine interessante Frage. Ich persönlich habe dieses Konkurrenzverhalten nie so wirklich gefühlt und habe eher einen starken Zusammenhalt bei den meisten Modellen erlebt, kann hier allerdings nur von der männlichen Seite sprechen :). Mir ist aber auch schon des öfteren zu Ohren gekommen, dass manche Modelle sich rein gar nichts gönnen. Was ich absolut nicht nachvollziehen kann. Klar ist, dass jeder einer der Großen werden möchte. Mir ist aber durchaus bewusst, dass dazu neben harter Arbeit auch Glück gehört. Ich würde es mit einem Unternehmen vergleichen, dort gibt es auch nur wenige Chefs und mit viel Durchhaltevermögen, Glück und harter Arbeit schafft man es vielleicht auch eines Tages. Ich persönlich gönne es jedem, denn letztendlich haben wir alle dasselbe Ziel und auch das Zeug dazu.

Was sind deiner Meinung nach die positiven und negativen Seiten deiner Arbeit?

 

Positiv sind ganz klar die Eindrücke, die man weltweit sammelt, oftmals sind es so viele verschiedene aufregende Dinge die ich erlebt habe, dass ich mich immer wieder erwische, Dinge zu vergessen. Aber dafür gibt es ja Social Media, dass einen immer wieder an Momente erinnert (lach). Auch die Menschen, mit denen man zusammenarbeitet, seien es Fotografen, Visagisten, oder Kollegen/innen machen den Job einzigartig. Ich erinnere mich gerade an meine Zeit in New York, Mailand und Barcelona zurück, ohne die ich um einiges ärmer an Erfahrungen in meinem Leben wäre. Einfach toll 🙂

Natürlich gibt es in dem Punkt auch negative Dinge, die einem nicht ganz so gut gefallen haben. Meinen größten Kulturschock erlebte ich bis jetzt in China, ich würde die Zeit auf keinen Fall missen wollen, aber es war auch definitiv nicht immer einfach!

Ein tolles Foto, nach einem anstrengenden Shootingtag entschädigt dann aber doch oft das meiste 🙂

Wenn ich mich nicht irre bist du ein großer Musikfan. Welche Rolle spielt die Musik für dich? Welche Musikart hörst du gerne?

 

House, techno, electro!!!! And I feel  free…aber eigentlich bin ich für fast jede Art von Musik zu haben, ohne Musik wäre die Welt nur halb so schön…Ich höre jeden Tag Musik und ohne wäre gar nicht vorstellbar!

 

Die verrückteste Sache, die du je gemacht hast?

 

Straußenreiten in Südafrika, jedes Mal wieder lustig, wenn ich daran denke 🙂

Stefan on Instagram und on Facebook. Checkt auch sein MMOODDEELL Profil.

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